Eine besorgte Frau erzählt:

Eine liebe Bekannte im Alter von 61 Jahren sollte letztes Jahr Oma werden. Sie erzählte mir vorher, Ihr Sohn und Ihre Schwiegertochter machen ihr etwas Kummer, denn sie glaubten, nach der Geburt ihres Kindes könnte alles so locker und frei weiterlaufen wie bis dahin. Die Schwiegertochter wollte auch sofort wieder ihrem Beruf nachgehen und keinerlei Auszeit nehmen. Ja, das machte ihr einigen Kummer.

Doch der Kummer wurde viel größer: Das Kind kam auf die Welt und war krank. Die Ärzte fanden allerdings keinerlei organische Schäden und keine Ursache, doch trotzdem ging es dem Baby immer schlechter. Unter Tränen erzählte sie mir dies, ich konnte sie kaum trösten.

baby

Am Sonntag darauf besuchte ich einen Gottesdienst in der Kirche in Vierzehnheiligen und stellte eine Kerze für das Baby auf. Während der Messe konzentrierte ich mich ganz auf das kleine Wesen und betete, wenn es schon nicht für seine Eltern leben will, dann lebe wenigstens für deine Oma.

Am Mittwoch darauf traf ich wieder meine Bekannte und ich hatte schon große Angst, dass das Baby gestorben sein konnte.

Aber – ganz unerklärlich –, das Baby lebte! Sie erzählte mir, an dem betreffenden Sonntag früh hatten die Ärzte das Kind aufgegeben und den Eltern gesagt, sie sähen keine Chance mehr. Meine Bekannte saß in der Klinik und hat nur noch geweint, natürlich auch gebetet.

Und dann, am späten Vormittag, also irgendwie zu der Zeit als ich in und bei den Vierzehnheiligen war, kam ihr Sohn und sagte: Mama, es geht plötzlich unerklärlicherweise wieder aufwärts, dem Baby geht es irgendwie besser. Wie gesagt, die Ärzte hatten nicht feststellen können, was dem Baby wirklich fehlte und hatten es Sonntag früh aufgegeben, doch von da an ging es nur noch bergauf und heute ist das Kind putzmunter.

Ich muss sagen, ich war ziemlich überwältigt, als ich dies hörte und natürlich weiß ich nicht und werde es auch niemals wirklich wissen, ob die plötzliche Besserung genau zu diesem Zeitpunkt etwas mit mir und Vierzehnheiligen zu tun hatte oder nicht, aber wer weiß! Auf alle Fälle bin ich dankbar und freue mich sehr, denn die jetzige Oma wäre ganz traurig gewesen, wenn ihr erstes Enkelkind gestorben wäre.

(Name und Adresse sind dem Kloster bekannt)