Gott suchen kann ich auf vielen Wegen,
finden werde ich ihn dort, wo ich liebe.  

Christa Carina Kokol

Gottesdienst Termine

Kalender

Monats-Schaukastenplakat

Schaukasten_Feb._2017
März 2017
Geistliche Impulse

Auf Gottes Wegen gehen

Unterwegs sein

das scheint bezeichnend für den Menschen unserer Zeit. Alles ist unterwegs: zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen, in den Urlaub, zu Fuß, mit Auto, Fahrrad, Zug, Flugzeug oder Schiff. Infrastruktur nennen wir das Gewirr von Straßen und Wegen. Staus bezeugen, dass die Straßen die Menge der Menschen unterwegs oft nicht fassen können. Ampeln regeln die Vorfahrt an Kreuzungen, Unfälle erinnern daran: Es ist gefährlich unterwegs zu sein.

wallunter

Wallfahrer

bringen ihren Weg mit dem Gott in Verbindung, der sich in seinem Sohn auf den Weg gemacht hat. Das unterscheidet die Wege der Pilger von allen anderen Wegen:
Sie machen sich auf den Weg "in Gottes Namen".
Sie sind unterwegs als Kirche, als Gottes Volk.
Sie schreiten voran betend und singend, schweigend und nachdenkend.
Sie tragen miteinander Not und Hoffnung.
Sie teilen miteinander Brot und Freude.
Sie stützen sich bei Schwäche und trösten einander bei Schmerzen.
Sie bezeugen auf dem Weg ihren Glauben vor denen, denen sie begegnen. Sie haben ein gemeinsames Ziel: Das Heiligtum der Vierzehn Nothelfer zum Beispiel.

Das menschliche Leben selbst

kann als Weg verstanden werden. Es bedarf der klugen Planung und der sorgfältigen Vorbereitung. Es ist nicht egal, wer unsere Wegbegleiter sind. Wegweiser sind keine Signale der Unfreiheit, sie dienen der Orientierung und der rechten Entscheidung. Und die vom Weg abgekommen sind? Die Zusammengebrochenen, Verirrten, Gescheiterten, die sich verfahren haben, denen die Kraft ausgegangen ist, die keinen Sinn auf ihrem Weg mehr finden? Umkehr ist nicht Zeichen der Schwäche, sondern der Stärke und der Freiheit.

Ich bin der Weg,

sagt Jesus, und er gibt Antwort auf unsere Frage: Wer bist du für mich? Was bedeutest du mir? Ich trage dich - sagt er uns - wie ein Weg, ich verlasse dich auch nicht in Enge und Dunkel, ich verbürge dir Orientierung auf das Ziel hin, ich lasse dich ausruhen an meiner Seite. Ich führe euch Menschen zusammen, ich bin da, auch wenn ihr mich nicht seht, ich trage selbstverständlich eure Lasten mit, ich schenke euch eine Ahnung vom Ziel, ich erspare euch allerdings nicht Anstrengungen. Gehen müsst ihr selbst, Schritt für Schritt. Ich bin derselbe, am Start und am Ziel. Wer auf mich schaut, versteht das merkwürdige Wort: Der Weg ist das Ziel.

Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.


(Kirchenlied GL 295/3)                  P. Benedikt Grimm