Generalprobe“ der neuen Basilikabeleuchtung in der Osternacht

 
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Zum „Gloria“ in der Osternacht 2010 erstrahlt zum ersten Mal die neue Beleuchtung der Basilika, die in den letzten Monaten eingerichtet wurde. Sie ist noch nicht ganz vollendet, wir Franziskaner wollen den vielen Gläubigen aber zu Ostern und ganz bewusst in der Osternacht – in der das LICHT eine entscheidende Rolle spielt – einen ersten Eindruck dieser entscheidenden Verschönerung unserer Basilika geben.

Hierzu nun auch der bearbeitete Bericht von Andreas Kuschbert im Heinrichsblatt (Kirchenzeitung der Erzdiözese Bamberg) vom 04.04.10, S. 13. Die Fotos stammen von P. Christoph Kreitmeir.

 
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Ein Hubwagen bringt einen Elektriker in schwindelerregende Höhen. Er richtet die Leuchten aus, während von unten die Strahler per Computer programmiert werden. Diese Arbeiten sind sehr zeitintensiv und gehen bis tief in die Nacht hinein. „Zu Ostern soll hier alles in einem neuen Licht erstrahlen“ , sagt P. Benedikt, der Kirchenrektor, sichtlich erfreut.

 
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In den Wintermonaten glich die Basilika, die zu diesem Zeitpunkt nur von wenigen Menschen besucht wurde, einer Baustelle, und derzeit sind rund um die Basilika noch die Überreste der Bauarbeiten zu sehen. Nach P. Benedikts Worten wurde bei der letzten großen Sanierung der Basilika in den 1980er Jahren die Elektrotechnik nicht erneuert. „Die Elektrik war jetzt inzwischen rund 100 Jahre alt und sehr erneuerungsbedürftig. Die Erneuerung war technisch notwendig und ästhetisch wünschenswert.“ So können künftig Gottesdienste und Führungen, die in der Basilika immer wieder auch zu nächtlicher Stunde stattfinden – und v.a. auch im Winter - , mit den entsprechenden Beleuchtungsprogrammen illuminiert werden.

 
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Rund 100 Strahler wurden auf den Simsen installiert. Sie sollen dafür sorgen, dass zum einen die Deckengemälde künftig besser beleuchtet werden, zum anderen aber auch die Gottesdienstbesucher ein besseres Licht erhalten. Viel sehen wird der Besucher der Basilika von den neuen Strahlern jedoch nicht. Dank moderner Technik können die Strahler je nach Bedarf ausgefahren und zugeschaltet werden, ansonsten sind sie nicht zu sehen. „Das war uns ganz wichtig, denn der Raumeindruck sollte durch die neue Technik nicht gestört werden“, erläutert Ulrich Delles vom Staatlichen Bauamt in Bamberg die Vorgehensweise. „Es war auch einmal an Hängelampen gedacht worden“, so P. Benedikt. „Aber nachdem wir eine aufgehängt hatten, waren alle sofort der Meinung, dass dies keine Lösung für die Basilika ist.“

Auch „unsichtbar“ ist die indirekte Beleuchtung der Seitengänge, die an den Beichtstühlen befestigt wurden. Für die Installation mussten die Beichtstühle eine Zeit lang verrutscht werden, damit die neuen Leitungen am Rand unterhalb des Marmorbodens verlegt werden konnten. Gerade in den letzten beiden Wochen, wo die Beichtfrequenz vor Ostern sichtlich zunahm, war dies für die Gläubigen und die Patres eine Herausforderung …

 
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Nicht nur ein besseres Licht erwartet die künftigen Besucher der Basilika Vierzehnheiligen, auch eine neue Lautsprecheranlage wird es geben, damit das verkündigte Wort besser zu verstehen ist. Induktionsschleifen für Menschen mit Hörbeinträchtigungen, eine neue Läuteanlage für die Glocken, ein neues Kameraüberwachungssystem und einiges mehr wird noch hinzukommen.

Diese Maßnahmen werden nach den Worten von Ulrich Delles in den Sommermonaten erfolgen. Zu dem Gesamtpaket, das mit rund 860.000,- Euro veranschlagt ist, gehören auch der Einbau von Brandschutzmeldern, einer Feuerlöschanlage im Innenraum und in den Türmen (sie wurde bereits im vergangenen Jahr installiert) sowie ein Einbruchschutz. Hinzu kommt noch eine neue Heizung, die unter anderem in die Sitzkissen der Bänke integriert ist. Sie springt immer dann an, wenn sich ein Gottesdienstbesucher hinsetzt. Durch Einzelplatzsteuerung kann entsprechend Energie gespart werden.

Etwas mehr als die Hälfte der Kosten der Baumaßnahme muss die Kirchenstiftung von Vierzehnheiligen aufbringen, den Rest trägt der Freistaat Bayern als Eigentümer der Basilika.

 
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Für Ulrich Delles und das Bamberger Bauamt war und ist diese Gesamtmaßnahme ein außergewöhnliches Projekt, „denn wir haben hier einfach den Anspruch von Vierzehnheiligen als einer besonderen Kirche“ . So ist auch die lange Planungsphase von drei Jahren verständlich, ehe mit den eigentlichen Arbeiten begonnen wurde.

 
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Bewährt hat sich dabei nach Aussage von Delles die Zusammenarbeit mit den Franziskanern vor Ort sowie dem renomierten Eichstätter Ingenieurbüro „Bamberger“, das sich auf Beleuchtungsinstallationen von Großkirchen spezialisiert hat. „Das Ganze ist wirklich überzeugend geworden. Es ist ein heller, lichter Raum entstanden, der nicht kitschig wirkt, sondern der barocken Idee gerecht wird.“

Von außen betrachtet wird die Basilika Vierzehnheiligen dann mit ihren über 50 Fenstern wie ein „Haus aus Licht“ mitten in der Nacht erscheinen. Ein unvergesslicher Blick über dem Obermaintal …

Wir bitten weiterhin um Spenden für diese Maßnahmen. Näheres hierzu finden Sie auf der Startseite unserer Homepage.