Gott suchen kann ich auf vielen Wegen,
finden werde ich ihn dort, wo ich liebe.  

Christa Carina Kokol

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Schaukasten_Feb._2017
März 2017
Geistliche Impulse

Die Klöster
sind Orte eines Schweigens,
das für den Lobpreis unentbehrlich ist.

Wir anderen,
die wir zwischen die Menschen gepresst
auf der Straße leben,
bereiten unsere Seelen
zu eben solchen Höhlen des Schweigens,
in denen das Wort Gottes ruhen und widerhallen kann.

Manchmal heißt schweigen,
den Mund halten,
immer aber heißt es lauschen.
Ein Tag voller Geräusche und Stimmen kann ein Tag des Schweigens sein,
wenn der Lärm uns zum Widerhall der Präsenz Gottes wird.

Warum sollte der Lerchengesang im Kornfeld,
das nächtliche Knistern der Insekten und
das Summen der Bienen im
Thymian unser Schweigen nähren können
– und nicht auch die Schritte der Menschenmenge auf den Straßen,
die Stimmen der Marktfrauen,
die Rufe der Männer bei der Arbeit,
das Lachen der Kinder im Park,
die Lieder,
die aus der Bar dringen?

All das ist ein Geräusch von Geschöpfen,
die auf ihre Bestimmung zugehen.
All das ist ein Widerhall des Hauses Gottes
ein Signal des Lebens,
das unserem Leben begegnet.

Das Schweigen ist keine Flucht,
sondern Sammlung unserer selbst
in der bergenden Höhle Gottes. 


Madeleine Delbrêl