Gott suchen kann ich auf vielen Wegen,
finden werde ich ihn dort, wo ich liebe.  

Christa Carina Kokol

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Geistliche Impulse

Wallfahrtsjahr 2017 ist nun eröffnet

Wallfahrtbeginn 2017.04.30 // Foto: A. Welz

Mit dem Choral „Lobt den Herrn der Welt“ eröffnete die Chorgemeinschaft Lichtenfels, Coburg Kronach am Sonntag das Wallfahrtsjahr 2017 in der Basilika Vierzehnheiligen. 60 Sängerinnen und Sänger riefen mit Mozarts „Laudate Dominum“ alle Völker zum Lobe Gottes auf und beschworen den Frieden mit Mendelssohns „Oh, Herr erbarm‘ dich unser“. Die Hymne von Christoph Willibald Ritter von Gluck unterstrich den feierlichen Rahmen im Gotteshaus, das sein Festtaskleid angelegt hatte. Vor den Altären blühten gelbe Hyazinthen, rote und weiße Hortensien, die in den Strahlen der Frühlingssonne leuchteten.

Dicht gedrängt standen die Gläubigen vor dem Hauptaltar, alle Plätze unter der Orgelempore und dem Hauptschiff waren belegt, auch die Emporen waren geöffnet. Würdevoll führte Kirchenschweizer Holger Schwind Geistliche und Ministranten in einer Prozession um das Oval des Kirchraums, den Weihrauchduft, Gesang und mächtiger Klang der Rieger-Orgel erfüllte. Zur Gabenausteilung erklang nach katholischer Tradition aus dem Alten Testament der 117 Psalm für Solosingstimme mit Chor – wohl eine der bekanntesten Stücke der Kirchenmusik überhaupt. Mezzosopranistin Rebekka Gruber forderte auch die nicht zum Gottesvolk gehörige Menschheit auf, den Gott Israels, zu verherrlichen, weil seine Bundestreue unverbrüchlich sei.

Pater Heribert Arens stellte die Wallfahrt 2017 unter das Leitwort: „Werdet neue Menschen, Menschen des Friedens“. Die Sehnsucht nach einer friedlichen Welt sei nur ein Traum. Die täglichen Bilder sähen anders aus: hungernde und verletzt Kinder, zerbombte Häuser, Kriegstote und Menschen auf der Flucht. „Die Welt tut sich schwer mit dem Frieden, manchmal habe ich den Eindruck: die wollen gar nicht“, sagte der Franziskanerpater. Er bat Gott um Schutz und die Nothelfer um Beistand, dass endlich Frieden wird auf der Welt.

Voraussetzung für den Frieden sei, ihn mit sich selbst und den Mitmenschen zu schließen. Frieden müssten wir auch mit der Schöpfung schließen, der wir Gewalt durch Klimaveränderung und Erderwärmung antun. Die Erde wandle sich unmerklich in eine Wüste, fürchtete der Geistliche. Frieden mit der Schöpfung bedeute: Was tut der Erde gut? „Wer Frieden sucht stellt Gott in die Mitte, gibt ihm Rechenschaft, lässt sich von der Sonne der Gerechtigkeit bescheinen und wird einer neuer Mensch“, fasste Pater Heribert zusammen. Deshalb stehe die Wallfahrt unter dem Leitwort: „Werdet neue Menschen, Menschen des Friedens“.

Chor zum Wallfahrtbeginn 2017.04.30 // Foto: A. Welz

Mitwirkende: Pater Heribert Arens, Pater Johannes Thum, Pater Stanislaus Wentowski, Franziskusschwester Alexia Hoderlein, der Chor des Sängerkreises Coburg-Kronach-Lichtenfels mit den Dirigenten Markus Häßler, Heinz Wilk, Walter Klose und Leopold Schindler, Organist Georg Hagel.

Text und Fotos: Andreas Welz