Gott suchen kann ich auf vielen Wegen,
finden werde ich ihn dort, wo ich liebe.  

Christa Carina Kokol

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Geistliche Impulse

Fränkische Passion mit "Kemmärä Kuckuck" und "Graatzer Dreigesang"

Musik, Gesang und Gebetstexte machten am 3. Fastensonntag in der Basilika Vierzehnheiligen das Leben, Leiden und Sterben Jesu Christi vom Abendmahl bis zur Kreuzigung in fränkischer Weise lebendig.

Fränkische Passion 2017

Zur „Fränkischen Passion“ hatten die Franziskaner und die Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik im Bezirk Oberfranken eingeladen.

Der „Graatzer Dreigesang“ und die „Kemmärä Kuckuck“ mit ihrem Vorsitzenden und musikalischen Leiter Hans-Dieter Ruß verstanden es die Herzen der rund 200 Gläubigen zu bewegen. In elf Teilen gab Marion Töppke die Leidensgeschichte in fränkischer Mundart wieder. Franziskanerpater Johannes Thum machte in schlichten Worten die Bedeutung der Passion deutlich und dankte den teilnehmenden Gruppen.

Die „Kemmärä Kuckuck“ stimmten mit einem Andante in die Fränkische Passion ein.
Die „Kemmärä Kuckuck“ stimmten mit einem Andante in die Fränkische Passion ein.

Die Orgel schwieg an diesem stimmungsvollen Nachmittag, dafür füllten die Stimmen des Dreigesangs aus Marktgraitz den Kirchenraum. Er beeindruckte mit tradierter Gesangstechnik im fränkischen Dialekt. Die „Kemmärä Kuckuck“ aus Kemmern bei Bamberg zeigten durch Musik und Gesang ihre Verbundenheit mit ihrer fränkischen Heimat. „Der Ausdruck fränkischer Identität in der Volksmusik ist das Bewahren des Dialekts, der Erhalt und die Weitergabe des überlieferten Liedguts, aber auch das Tragen der regionalen Tracht, die von den „Kemmärä Kuckuck“ mit Stolz getragen wird“, sagte Hans-Dieter Ruß, 2. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft.

Die Mundarttexte vom Einzug in Jerusalem, von Abendmahl, Ölberg, Gefangennahme, Verhör, Geißelung und Dornenkrönung, von Kreuztragung, Karfreitagsnot und von der Hoffnung auf Auferstehung, wurden von den Gesängen und Melodien der Gruppen aufgenommen und weiter getragen. Die einzelnen Teile der Leidensgeschichte in einer kräftigen, aber trotzdem feinfühligen Sprache, verbanden die Musikgruppen zu einem harmonischen Klangerlebnis. Tief beeindruckt waren die Gläubigen von den stimmlichen Gedanken an die Passion und nahmen sie dankbar mit in die zweite Hälfe der Fastenzeit.

Text und Bilder: Andreas Welz

Der „Graatzer Dreigesang“ mit (von links): Peter Bartusch, Hans-Jürgen Geßlein, Heinrich Geßlein.
Der „Graatzer Dreigesang“ mit (von links): Peter Bartusch, Hans-Jürgen Geßlein, Heinrich Geßlein.