Zum Inhalt springen

Benefizkonzert des Soroptimist International Club Coburg

Während Suzan Bakers ausdrucksstarke Stimme das Publikum tief berührte, verlieh Dennis Lüddicke mit seiner Gitarrenvielfalt dem Konzert eine eigene Note.
Datum:
Veröffentlicht: 20.9.26
Von:
Gerd Klemenz

In der gut gefüllten Basilika Vierzehnheiligen erlebten die Besucherinnen und Besucher am späten Sonntagnachmittag ein ebenso eindrucksvolles wie berührendes Benefizkonzert des Soroptimist International Club Coburg (SI-Club). Die Veranstaltung verband musikalische Vielfalt mit einem guten Zweck und entfaltete in der besonderen Atmosphäre des „heiligen“ Berges eine außergewöhnliche Wirkung. Die Idee, die Musiker für dieses Konzert zu gewinnen, entstand bereits vor einem Jahr während eines Reha-Besuches der Clubpräsidentin Sabine Taubmann-Mulz in Schwabthal. Dort wurde sie auf die Sängerin Suzan Baker und den Gitarristen Dennis Lüddicke aufmerksam, deren Musik sie nachhaltig beeindruckte. Schnell reifte der Entschluss, die beiden Künstler für ein Benefizkonzert in Vierzehnheiligen zu engagieren. Gemeinsam mit der Cellistin Ulrike Maria Gossel entstand schließlich ein facettenreiches Programm, das das Publikum rund 90 Minuten lang fesselte. Nach der Begrüßung durch Pater Maximilian und Sabine Taubmann-Mulz eröffnete die kraftvolle Rockhymne „Total Eclipse of the Heart“ von Bonnie Tyler den Abend. Es folgte ein abwechslungsreicher musikalischer Bogen, der von klassischem Liedgut wie „Caro mio ben“ bis hin zu modernen Interpretationen reichte. Besonders eindrucksvoll präsentierte Suzan Baker ihre Eigenkomposition „Regenbogen“, die durch emotionale Tiefe und persönliche Ausdruckskraft überzeugte. Auch mit dem Lied „Caterpillar“, einer Metapher für Verwandlung und Hoffnung sowie „Nachtigall“ zeigte die Sängerin eine weitere Facette ihres musikalischen Schaffens. Mit Titeln wie „Wuthering Heights“ von Kate Bush, „Dust in the Wind“ der Band Kansas oder „Who Wants to Live Forever“ von Queen, spannte das Ensemble einen weiten Bogen zwischen Rock, Pop und Klassik. Auch aktuelle Stücke wie „Voilà“, bekannt durch Barbara Pravi, fanden großen Anklang. Gefühlvolle Höhepunkte setzte zudem das „Ave Maria“, das die besondere Akustik der Basilika eindrucksvoll zur Geltung brachte. Zu den weiteren Glanzpunkten zählten „Always on My Mind“, unter anderem bekannt durch Elvis Presley, sowie das italienische Klassikerlied „O sole mio“ von Eduardo Di Capua als Zugabe. Mit „The Show Must Go On“ von Queen fand der Konzertabend einen kraftvollen und zugleich emotionalen Abschluss. Die besondere Qualität des Abends lag im harmonischen Zusammenspiel von Gesang, Gitarre und Cello. Während Suzan Bakers ausdrucksstarke Stimme das Publikum tief berührte, verlieh Dennis Lüddicke den Arrangements mit seiner stilistischen Gitarrenvielfalt eine eigene Note. Ulrike Maria Gossel setzte mit ihrem virtuosen Cellospiel sowohl klassische als auch rockige Akzente und erfüllte damit einen lang gehegten Wunsch der Sängerin, ihre eigenen Werke mit Cello zu präsentieren. So wurde das Benefizkonzert in Vierzehnheiligen zu weit mehr als einer musikalischen Darbietung: Es war eine eindrucksvolle Reise durch verschiedene Genres und zugleich ein emotionales Erlebnis, das die verbindende Kraft der Musik eindrucksvoll unter Beweis stellte. Der Erlös ergeht zugunsten verschiedene Projekte der Clubarbeit.