Blumen- und Gartenfreunde Wolfsdorf und Grundfeld spenden 760 Euro für Orgelsanierung

Das Patrozinium zu Mariä Himmelfahrt am 15. August zählt zu den Höhepunkten im Jahreslauf der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. Neben den feierlichen Gottesdiensten ist es vor allem die traditionelle Kräuterweihe, die zahlreiche Gläubige anzieht und fest im kirchlichen Brauchtum verankert ist. Auch in diesem Jahr wurde die Tradition nicht nur gepflegt, sondern zugleich mit einem guten Zweck verbunden.
Tradition erhalten
Bereits im Vorfeld hatten engagierte Mitglieder der Blumen- und Gartenfreunde Wolfsdorf sowie der Grundfelder Gartenfreunde im Klosterhof rund 170 Kräuterbüschel gebunden. Diese konnten am Feiertag vor den Gottesdiensten gegen eine freiwillige Spende an die Besucherinnen und Besucher erworben werden. Die Resonanz war groß: Insgesamt kamen 760 Euro zusammen. Am darauffolgenden Samstag trafen sich Ursula Bornschlegel von den Blumen- und Gartenfreunden Wolfsdorf sowie Marion Trunk von den Grundfelder Gartenfreunden zusammen mit Guardian Pater Maximilian in der Basilika, um den Erlös offiziell zu übergeben.
Für den guten Zweck
Die Spende kommt der dringend notwendigen Renovierung der Orgel zugute. Die Rieger-Orgel aus dem Jahr 1999 ist nach mehr als 25 Jahren intensiver Nutzung sanierungsbedürftig. Staub und Kerzenruß haben sich in den Pfeifen abgelagert und beeinträchtigen Klang sowie Ansprache des Instruments. Daher müssen alle rund 5000 Pfeifen ausgebaut und in einer speziellen Lauge gereinigt werden. Beschädigte Pfeifen werden von Hand instandgesetzt, gerissene Lötnähte geschlossen und die Prospektpfeifen sorgfältig aufgearbeitet und poliert. Nach dem Wiedereinbau folgt eine umfassende Nachintonation und Neustimmung. Zusätzlich wird die gesamte Mechanik neu reguliert, abgenutzte Tastenbeläge werden ersetzt und poröses Leder an Windladen und Hauptbalg erneuert. „Nach so langer Zeit im täglichen Einsatz ist eine Generalüberholung unerlässlich. Deshalb freue ich mich sehr über die Unterstützung“, betonte Pater Maximilian bei der Übergabe. Die Aktion zeigt eindrucksvoll, wie gelebte Tradition, ehrenamtliches Engagement und Gemeinsinn zum Erhalt eines bedeutenden kulturellen und kirchlichen Erbes beitragen.