Dekanatswallfahrt nach Vierzehnheiligen

Ein großer Zug von Frauen und Männern aus den vier Seelsorgebereichen des katholischen Dekanats Coburg machten sich am vergangenen Samstagnachmittag unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ vom Sportheim oberhalb des Seubelsdorfer Kreuzes auf den Weg zur Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. „Pilger der Hoffnung“, so heißt auch das Thema, das alle 25 Jahre von Rom ausgerufen wird, und zwar für das heilige Jahr. Mit abgestimmten Wegtexten, die ein Vorbereitungsteam des Dekantsausschusses erarbeitete und vortrug, zogen die Gläubigen betend und singend zum Gnadenort hoch. Dort empfing der Kirchenschweizer Daniel Reitz und Pater Franziskanerpater Stanislaus Wentowski den Pilgerzug und geleiteten ihn in die päpstliche Basilika.
Den Wallfahrtsgottesdienst in der dortigen Wallfahrtsbasilika konzelebrierten Dekan Lars Rebhan zusammen mit Pfarrvikar Andreas Stahl von St. Augustin, Festprediger war Franziskanerpater Stanislaus. Basilikaorganist Georg Hagel übernahm an der großen Rieger Orgel die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. „In Vierzehnheiligen lautet das diesjährige Wallfahrtsmotto „Seid Pilger der Hoffnung“. Wir sind dazu aufgerufen Pilger der Hoffnung zu sein. Diese Herausforderung ergeht an alle Christen. Wenn nicht wir, wer soll diese Aufgabe sonst meistern“, so Pater Stanislaus zu Beginn seine Ansprache. Es ist leicht heutzutage den Zugang zu den Evangelien zu finden, in denen Jesus Empfehlungen zu einem alternativen Leben aufgeschrieben stehen. „Niemand ist gezwungen, danach zu streben, jedoch nur auf seine Weise kann man den Frieden wahren und das miteinander stärken. Denn gerade danach sehnen sich die meisten Menschen“, erklärte der Pater und fügte an: „Nur wer bemüht ist gerecht zu sein, wer sich als barmherzig zeigt, nach einem echten Frieden strebt und die Würde eines jeden respektiert, der ist nicht nur ein echter Christ, sondern zugleich auch ein Pilger der Hoffnung“. Christus nachzufolgen, bedeutet nichts anderes, als selbst nach seinen Prinzipien zu leben. Dabei stellt Jesus klar, dass es bei dieser Entscheidung immer um den einzelnen Menschen geht und nicht um die Masse. „Je mehr Menschen sich bemühen, nach Jesu Lehre entsprechend zu leben, umso sicherer bleibt der Frieden und mit ihm die Zufriedenheit der Menschen“, erklärte der Prediger. Proportional dazu schwindet jegliche Hoffnung auf Glück, je mehr die Urwünsche nach Macht, Ansehen und Reichtum überhand gewinnen. „Mit dem Aufruf `Seid Pilger der Hoffnung` ist jeder einzelne von uns angesprochen, ein solches Leben zu führen, dank den nicht nur der Glaube an Gott gestärkt wird, sondern, dass auch der Friede und Glück gewährleistet sind. Damit bewahre das Salz, das wir Christen repräsentieren sollen, auch seine Wirkung“, so der Pater zum Schluss seiner Ansprache.
Nach einer Stärkung verließen die Pilger bei Einbruch der Dunkelheit die Basilika und machten sich bei einer Prozession im Kerzenschein auf den Rückweg zum Seubelsdorfer Kreuz. Hier endete die diesjährige Dekanatswallfahrt mit dem Lied „Segne du Maria.“ Dekan Rebhan bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Wallfahrt beitrugen.