Pater Werner feiert sein 60-jähriges Ordensjubiläum

Seit 60 Jahren ist Franziskanerpater Werner Reischmann im Priesteramt. Sein diamantenes Priesterjubiläum hat der 81-Jährige mit einem Gottesdienst am Tag „Maria Schmerzen“ in der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen gefeiert. Neben dem Jubilar stand Pater Bernhard Braun am Altar.
Dankbar blickt Pater Werner auf ein erfülltes Leben als Priester zurück. In seiner 60-jährigen Praxis als Seelsorger, hat der Geistliche vieles erlebt. Immer wieder ist er mutig aufgebrochen, was auch die Stationen seines Ordenslebens zeigen. Am Tag „Maria Schmerzen“ trat Gerhard, so sein Geburtsname, den bayerischen Franziskanern bei. Nach den Studien in Fulda, Münster und München weihte ihn Weihbischof Matthias Defregger am 27. Juni 1971 in der Pfarrkirche St. Anna München zum Priester. Das folgende Praktikumsjahr verbrachte er in Eichstätt am Priesterseminar und an der Münsterpfarrei Ingolstadt. Die Provinzleitung versetzte ihn dann als Kaplan in die Pfarrklöster Freystadt, Bamberg, St. Anna in München und Pfreimd. „Anschließend war ich Seelsorger, Wallfahrtsseelsorger, Guardian, Vikar und Ökonom zum Beispiel in Hammelburg, Dettelbach, Amberg oder Neukirchen b. heilig Blut. Von 1997 bis 2004 war ich schon einmal auf dem „heiligen Berge“ am Obermain“, erzählte der Hobbyfotograf und fügte an: „Von 2012 war ich für zehn Jahre in Kloster Engelberg Vikar und Guardian. Auf eigenen Wunsch kehrte ich allerdings dann 2022 nach Vierzehnheiligen zurück“. Gelegentlich wird er immer noch zu besonderen „Einsätzen“ gerufen – ob bei Primiz-, Radio-, Jubiläums- oder Ölbergandachts-Predigten. Aber auch beim Bergfest in Amberg oder beim St. Annafest Obernburg (Landkreis Miltenberg in Unterfranken) hielt er Predigen. In der näheren Umgebung hält er immer wieder als Aushilfe bei Gottesdiensten.
Als jüngstes von drei Kindern wurde er am Silvestertag 1943 in Schwendi im oberschwäbischen Landkreis Biberach in Baden-Württemberg geboren. „Nach dem Krieg, als mein Vater aus der Kriegsgefangenschaft kam, zogen meine Eltern in Ulm zusammen, wechselten dann nach Oberkirchberg bei Ulm. Durch die Wohnungsknappheit kam ich dann wieder nach Schwendi. Doch bald siedelten wir endgültig nach Oberkirchberg“, erinnerte sich Pater Werner. Dort besuchte er die Volksschule und wechselte mit zwölf Jahren zum Gymnasium nach Freystadt in der Oberpfalz in das Internat der Franziskaner. Danach folgte der Besuch des Hans-Carossa-Gymnasiums in Landshut, das er 1965 mit Abitur und Hochschulreife abschloss. Als Hobby nannte Pater Werner neben Kochen, Kunst, Reisen sowie Lesen und Artikel schreiben. Er war vier Jahre lang Redakteur einer provinzeigenen Zeitung und eines Kalenders.