Wanderkirche August 2026

Bei strahlendem Sommerwetter und hochsommerlichen Temperaturen machten sich 45 Teilnehmer am vergangenen Sonntagmittag am Franziskusbrunnen auf dem Basilikavorplatz in Vierzehnheiligen auf den Weg zu einer besonderen „Wanderkirche“. Die spirituelle Wanderung verband Naturerlebnis, Gemeinschaft und gelebten Glauben auf eindrucksvolle Weise. Zum Auftakt erklang das Mottolied „Brot des Lebens, Brot der Welt“ (JuGoLo 345), zunächst von der Blockflöte angestimmt und anschließend von der Gruppe schnell aufgenommen und engagiert mitgesungen. Inhaltlich griff das Lied die Botschaft des Evangeliums von der wunderbaren Brotvermehrung auf, das die Teilnehmenden thematisch durch den Tag begleitete: „Brot, das unsere Hoffnung nährt und im Teilen sich vermehrt.“ Ein engagiertes Team – Pater Maximilian, Michael Magner und Karin Renger aus Coburg sowie Schwester Eva – gestalteten die Wanderung mit Impulsen und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Der Weg führte zunächst durch den schattigen Hasenwald hinauf zum Victor-von-Scheffel-Blick auf der Hohen Eller. An einer Waldlichtung bot eine Vorstellrunde Gelegenheit zum Kennenlernen: Die Gruppe setzte sich aus Menschen aus der Region ebenso wie aus weiter angereisten Gästen zusammen – darunter Teilnehmende aus Nürnberg, Bamberg, Coburg, Kronach, Thüringen und sogar ein Radfahrer aus Wien. Im weiteren Verlauf standen bewusstes Wahrnehmen und Besinnung im Mittelpunkt. Durch das Öffnen der Sinne – Hören, Sehen und Riechen – wurde die Natur intensiver erlebt. Besonders eindrucksvoll war der Duft eines frisch gebackenen Holzofenbrotes aus Uetzing, das durch die Runde gereicht wurde. Das Evangelium wurde unterwegs abschnittsweise vorgetragen und jeweils mit einem Hallelujaruf eingeleitet. Impulsfragen regten zum persönlichen Nachdenken und Austausch an: Was nährt mich im Leben? Was kann ich anderen geben? Wo bin ich bereit zu teilen? Ein gemeinsames Picknick unterhalb des Alten Staffelbergs vertiefte die Erfahrung. Das Teilen von Brot und mitgebrachten Speisen ließ die biblische Botschaft konkret erlebbar werden. Die Parallelen zur Eucharistie wurden dabei deutlich spürbar: Nehmen, danken, brechen und teilen. Den Abschluss bildete die gemeinsame Feier der Eucharistie in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer von Uetzing, wo gleichzeitig Kirchweih gefeiert wurde. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, den Tag in geselliger Atmosphäre ausklingen zu lassen – gestärkt an Leib und Seele.